Erneuerbare Energien haben im vergangenen Jahr nur 5.6 Prozent im Verkehrssektor ausgemacht. Biokraftstoffe, also Bioethanol, Biodiesel und Biomethan hatten daran mit fast 90 Prozent den grössten Anteil. ©Bild: AEE

AEE: Biokraftstoffe sind wichtigster Baustein für Klimaschutz im Verkehr

(ee-news.ch) Eine erfolgreiche Verkehrswende ist ohne Biokraftstoffe nicht umsetzbar. Allein mit Elektromobilität, Wasserstoff und anderen strombasierten Kraftstoffen wird Deutschland seine Klimaziele im Verkehr nicht erreichen. An der Fachveranstaltung „Welche Rolle spielen Biokraftstoffe für Klima- und Umweltschutz im Verkehr“ haben Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft über die Verkehrswende im Allgemeinen und die Rolle von Biokraftstoffen im Speziellen diskutiert.


Mit Blick auf die Diskussion der Veranstaltung und anhand dieser Zahlen wird deutlich, dass Biokraftstoffe mittelfristig ein wichtiger Baustein sind, um die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu senken. Das Zusammenspiel verschiedener Antriebsformen und Technologien bleibt für eine erfolgreiche Verkehrswende notwendig.

Deutschland drohen Strafkäufe von Emissionsrechten in grossem Ausmass
Im Rahmen der Fachtagung wurde vor allem der Blick auf die politischen Rahmenbedingungen gerichtet. Zu Anstrengungen im Verkehrssektor verpflichten nicht nur der Koalitionsvertrag und das neu ausgehandelte Klimapaket der deutschen Bundesregierung, sondern gleichermassen die Vorgaben der Europäischen Union (EU) und ihre Klimaschutzziele. Deutschland muss den CO2-Ausstoss demnach in den Bereichen Verkehr, Gebäude, Land- und Abfallwirtschaft von 2021 bis 2030 um 38 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 senken. Erreicht Deutschland diese EU-Ziele nicht, müssen Emissionsberechtigungen von anderen EU-Mitgliedstaaten gekauft werden. Dies kann den Bundeshaushalt bis 2030 mit bis zu 60 Milliarden Euro belasten. „Klimaschutz im Verkehr und auch das Megathema der Verkehrswende erreichen wir nur mit einem umfassenden Massnahmenbündel, nicht mit einzelnen Instrumenten. Dabei stehen drei ‚Game Changer‘ im Mittelpunkt: Die nahtlose Verknüpfung von attraktiven Angeboten des Umweltverbunds, die Verlagerung von Verkehr auf eine leistungsstarke Schiene sowie der Umstieg auf die Elektromobilität“, sagte Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft der Grünen-Bundestagsfraktion, in ihrer Keynote.

Auch wenn es in der Ausgestaltung der Verkehrswende verschiedene Ansätze und Perspektiven gab, waren sich die Teilnehmenden einig, dass es im Verkehrssektor mehr Tempo braucht. Andernfalls scheitert Deutschland an seinen eigenen Klimaschutzzielen und denen der Europäischen Union.

Text: ee-news.ch, Quelle: Deutsche Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

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