Der DVGW begleitet die erstmalige Einspeisung von 20 Prozent H2 in einen Gasnetzabschnitt von Avacon. Dazu haben die Partner eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. ©Bild: DVGW

Spitzenwert bei der Wasserstoffeinspeisung: Erstmals sollen dem Erdgas in einem Netzabschitt 20 Prozent beigemischt werden

(ee-news.ch) Ab Ende nächsten Jahres will Avacon, einer der vier Verteilnetzbetreiber von Eon, dem Erdgas in einem Netzabschnitt in Sachsen-Anhalt erstmals bis zu 20 Prozent Wasserstoff beimischen. Das ist ein neuer Spitzenwert; bislang lag die Beimischgrenze bei knapp 10 Prozent. Der deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) und Avacon haben dazu in Salzgitter eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.


Das Gemeinschaftsprojekt soll Vorbild sein für den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff in Gasverteilnetzen und wird vom DVGW technisch-wissenschaftlich unterstützt. Erkenntnisse aus dem Projekt sollen die Weiterentwicklung des technischen Regelwerks des Vereins ermöglichen (siehe ee-news.ch vom 30.7.2019 >>).

100 Prozent Wasserstoff im Erdgasnetz möglich?
Wasserstoff ist kompatibel zur bestehenden Infrastruktur und kann im über 500‘000 Kilometer umfassenden deutschlandweiten Erdgasnetz gespeichert und vielseitig zur klimafreundlichen Wärme- und Stromproduktion in Industrie, Haushalten und für die Brennstoffzellenmobilität genutzt werden. Er eignet sich daher dazu, alle Sektoren zu koppeln. Laut den Partnern zeigt dieses Pilotprojekt, dass die Beimischung immer höherer Anteile von CO2-freien Gasen in greifbare Nähe rückt und in Zukunft die Einspeisung von bis zu 100 Prozent Wasserstoff in das Erdgasnetz technisch möglich sein kann.

Text: ee-news.ch, Quelle: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)

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1 Kommentare

Max Blatter

Welche Primärenergie-Ressourcen wurden zur Erzeugung des Wasserstoffs verwendet? Das ist die wesentliche Frage; schade dass der Artikel genau darüber nichts aussagt!

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