Das Parasolsystem kann zeitnah eingesetzt werden, da es als Passiv-Radar-System keine Frequenzzuteilung benötigt. ©Bild: Parasol

Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen: Passiv-Radar-System Parasol startet zweites Grossprojekt

(ee-news.ch) Seit Monaten sind die Nächte in den Reussenkögen/Schleswig-Holstein wieder dunkel –das Passiv-Radar-System Parasol sorgt dafür, dass hier 51 Anlagen nachts abgeschaltet sind. Jetzt steht das zweite Grossprojekt in Niedersachsen in den Startlöchern. Insgesamt 52 Anlagen vom Typ Vestas und Enercon sollen im Oldenburger Raum auf einer Fläche von nahezu 100 km2 dunkel geschaltet werden.


Die räumliche Verteilung der mobilen Antenneneinheiten (Dislozierung) ist für das Frühjahr 2020 geplant, anschliessend sollen die externen Masten errichtet werden, um das Parasol-System zu positionieren. Das Gebiet im Oldenburger Land umfasst mehrere Windparks von unterschiedlichen Betreibern.

Bereitstellungsvertrag als Finanzierungsvariante
Die VR Energieprojekte Dötlingen GmbH bündelt die Interessen und hat den Bereitstellungsvertrag als bestmögliche Finanzierungsvariante gewählt. Die Betreiber von Windenergieanlagenkönnen dadurch die Verantwortung für den Erhalt und Betrieb des Passiv-Radar-Systems vollständig an Parasol übergeben und müssen das System nicht käuflich erwerben. Das mindert Kosten und Risiken.

Das Passv-Radar-System habe eine langjährige Prototypenphase hinter sich, die anschliessende Industrialisierung des Systems habe es marktfähig gemacht, so Parasol. Zudem könne es zeitnah eingesetzt werden, da es als Passiv-Radar-System keine Frequenzzuteilung benötige und zudem keine zusätzlichen Emissionen erzeuge. Die neue Generation kleinerer Antennen mache auch die Montage einfacher. Die neuen industriefähigen Empfänger seien für grosse Stückzahlen designt, dadurch könnten sie schnell und effizient eingesetzt werden.

Text: ee-news.ch, Quelle: Parasol GmbH

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