Die EM-Power macht Kleinwindkraft in diesem Jahr zum Fokusthema – unter anderem mit dem Gemeinschaftsstand Kleinwindanlagen. ©Bild: Solar Promotion GmbH

EM-Power 2020: Kleinwindkraft für die Energieversorgung der Zukunft

(PM) Kleinwindkraft in Deutschland steht noch relativ am Anfang. Um über das ganze Jahr hinweg gleichmässig Strom produzieren zu können, ist die Kombination von Kleinwindkraft, Photovoltaik und Speichern besonders interessant. Auch zur CO2-Neutralität in Unternehmen kann die Verbindung der Technologien beitragen. Die EM-Power, die Fachmesse für die intelligente Energienutzung, macht Kleinwindkraftanlagen deshalb zu einem ihrer Fokusthemen – unter anderem mit dem Gemeinschaftsstand Kleinwindanlagen.


Kleinwindkraft, als ergänzende erneuerbare Energie, ist in Verbindung mit Photovoltaik (PV) und Speichern besonders sinnvoll. Zur Stromversorgung von Gewerbe- und landwirtschaftlichen Betrieben sowie Privatgebäuden ist sie besonders geeignet, Zeiten auszugleichen, in denen aufgrund von fehlender Sonneneinstrahlung nur wenig Strom aus Photovoltaik erzeugt wird. "Der strategische Vorteil der Kleinwindkraft ist sauberer Strom im Herbst und Winter. Wer maximale Energieautarkie für Gebäude oder Gewerbe will, nutzt neben Photovoltaik und Stromspeichern den Wind auf dem eigenen Grundstück, damit genug Eigenstrom für Heizungstechnik wie zum Beispiel die Wärmepumpe erzeugt werden kann. Jeder sollte allerdings vorab prüfen, ob sein Grundstück und damit die Lage der Kleinwindkraftanlage windstark genug ist", empfiehlt Patrick Jüttemann, Sprecher der Regionalgruppe West des Bundesverbands Kleinwindanlagen e.V. (BVKW).

Kleinwindkraft und ihre Abgrenzung zu Grosswindanlagen
Kleinwindkraftanlagen sind aufgrund der geringen Höhe optisch unauffällig und werden in unmittelbarer Nähe des Betreibers aufgestellt, der gleichzeitig der Verbraucher des Windstroms ist. Eine allgemein anerkannte Abgrenzung zur Grosswindanlagen ist bislang noch nicht definiert, in der Praxis zeigen sich die Unterschiede aber meist deutlich. Das häufigste Kriterium ist die Leistung der Anlage mit dem Grenzwert von 100 Kilowatt (kW). Auch die Anlagenhöhe kann als Kriterium herangezogen werden, um Kleinwindkraftanlagen abzugrenzen. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) macht das für Grossanlagen notwendige immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren ab 50 Meter Anlagenhöhe fest. Eine Anlage mit einer Höhe unter 50 Metern und einer Leistung kleiner als 100 kW lässt sich damit als Kleinwindanlage bezeichnen. Typische Betreiber sind Besitzer von Gewerbe, Immobilien- und Landwirtschaft mit hohem Stromverbrauch. Aber auch private Hausbesitzer zeigen Interesse an Kleinwindkraftanlagen.

EM-Power Webinar: Kleinwindkraft – Hybride Systeme mit Zukunft
Mit dem EM-Power Webinar „Kleinwindkraftanlagen, die ideale Ergänzung zu Photovoltaik und Speichern – Hybrid-Systeme mit Zukunft“ schliesst die Messe genau an dieses Thema an. Kleinwindkraft in Deutschland steckt aktuell noch in den Kinderschuhen. Nach Einschätzung vieler Energieexperten wird das Potenzial von Kleinwindanlagen bislang noch nicht ausgeschöpft. Dementsprechend ist von einem beträchtlichen Wachstumspotenzial in den nächsten Jahren auszugehen. Für das bevorstehende Zeitalter der regenerativen Sektorkopplung sind Kleinwindanlagen geradezu prädestiniert. Für das EM-Power Webinar konnten Referenten von den Firmen b.ventus/E.ON und DeTecVISION gewonnen werden. b.ventus/E.ON stellt Mid Size- Windanlagen mit 250 kW als günstige CO2-freie Eigenverbrauchslösung für Gewerbebetriebe und kommunale Liegenschaften vor. DeTecVISION referiert überleistungsstarke Vertikal- Kleinwindkraftanlagen als ideale Ergänzung zur Solarenergie im Netz oder Off-Grid. Innerhalb des Webinars werden die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven von Kleinwindanlagen – von Horizontalläufer bis zu Vertikal-Anlagen – Best-Practice-Projekte sowie die Kombination mit Photovoltaik und elektrischen Batterie-Speichern thematisiert. Das Webinar findet am Donnerstag, 26. März 2020 von 15.00 bis 16.00 Uhr statt. Weitere Informationen und die Anmeldung finden alle Interessierten auf der Website der EM-Power.

Kleinwind: integraler Beitrag in der Logik der Sektorkopplung
In der Verbindung mit Photovoltaik und Speichertechnologie liegt eindeutig die Zukunft der Kleinwindanlage. Sonne und Wind ergänzen sich optimal. Mit einem Speicher kann der erzeugte Strom immer dann abgerufen werden, wenn er gebraucht wird. „Die Zeichen stehen auf Sturm. Nahezu täglich bekommt der Bundesverband-Kleinwindanlagen Anfragen zur kombinierten Nutzung von dezentraler Windenergie als Ergänzung zur Photovoltaikanlage und für den wirtschaftlichen Einsatz von Speichern zur Erhöhung der Eigenverbrauchsquote in Privathäusern, Gewerbebetrieben und an öffentlichen Gebäuden“, fasst Stephan Schwartzkopff, Erster Vorsitzenderdes Bundesverbandes Kleinwindkraftanlagen e.V. (BVKW), den aktuellen Aufwind in der Kleinwindkraft zusammen. Wer beispielsweise Elektromobilität mit selbst erzeugter Energie nutzen will, wird diese Kombination ebenso ins Auge fassen: „Immer wieder kommt in Gesprächen die Zusatzfrage: ‚Und wie kombiniert sich alles zu einer nachhaltig gespeisten, speicher-gepufferten Ladeeinrichtung für Elektro- und Hybridfahrzeuge?‘. Die Ladepunkt-Frage bringt es auf den Punkt: Energiewende, Verkehrswende und die Wende der ‚Denke` laufen nun zusammen. Ein Trend hat begonnen spürbar und zählbar zu wachsen. Jetzt fehlt nur noch, dass eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bewirken wird, dass dezentrale, kooperative, blockchain-gesteuerte nachbarschaftliche Nutzung von dezentraler Energieumwandlung gefördert und nicht wie bisher teils behindert wird", zeigt sich Schwartzkopff hoffnungsvoll.

Kleinwindkraft auf der EM-Power
The smarter E Europe widmet sich dem Thema Sektorkopplung mit vier parallel stattfindenden Energiefachmessen. Die EM-Power macht Kleinwindkraft in diesem Jahr zum Fokusthema – unter anderem mit dem Gemeinschaftsstand Kleinwindanlagen. Dieser bietet den Ausstellern eine perfekte Gelegenheit, sich auf Europas grösster energiewirtschaftlichen Plattform The smarter E Europe zu präsentieren. Die EM-Power ist im Zusammenspiel mit den drei parallel stattfindenden Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe und Power2Drive Europe die richtige Anlaufstelle auf dem Weg zur Dezentralität der Energiewende. Gemeinsam präsentieren die Messen alle Bausteine der neuen Energiewelt.

Zudem bietet die Messe am 26. März 2020 ein Webinar zum Thema an. Die EM-Power findet im Rahmen von The smarter E Europe, Europas grösster energiewirtschaftlicher Plattform, zusammen mit drei weiteren Energiefachmessen vom 17. bis 19. Juni 2020 auf der Messe München statt.

Text: EM Power

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