Elektrizität nimmt bei der Dekarbonisierung eine Schlüsselrolle ein. Der Ausbau der inländischen erneuerbaren Energien muss deutlich schneller als bisher vorangetrieben werden! Bild: Charly Arbellay

Suisse Eole: Nein zum CO2-Gesetz - sofort alternative Massnahmen in die Wege leiten!

(Suisse Eole) Nach dem Nein zum revidierten CO2-Gesetz besteht unmittelbaren Handlungsbedarf auf drei Ebenen: Erstens müssen ein Vakuum, das durch das Auslaufen bestehender Massnahmen entstehen würde, verhindert und der bestehende Zielpfad zur CO2-Senkung weitergeführt werden. Zweitens muss der Bundesrat zügig die Gletscher-Initiative und einen Gegenvorschlag für die Umsetzung des Netto-Null-Ziels vorlegen. Drittens müssen nun die Weichen hin zu einem umfassenden und wirkungsvollen Lenkungssystem gestellt werden. (Texte en français >>)


Suisse Eole unterstreicht, dass das Nein gegen das CO2-Gesetz kein Nein für die in den Anwohnergemeinden angenommenen Windprojekte bedeutet. Ganz im Gegenteil: Es gilt die Potenziale der eigenen, kostenlosen und CO2-freien Energien wie die Wind- und Solarkraft so rasch wie möglich umzusetzen. Der Windenergieausbau erlaubt es der Schweiz, insbesondere im Winter ihre Abhängigkeit vom Ausland zu verringern und die Stromversorgungssicherheit zu gewährleisten.

Schneller als bisher
Elektrizität nimmt bei der Dekarbonisierung eine Schlüsselrolle einleisten - Strom wird bei der Klimazielerreichung eine zentrale Rolle spielen: Elektrifizierung, mehr inländische erneuerbare Energien, Sektorkopplung, Effizienz sowie Flexibilität und Speicher sind die Schlüsselelemente. Deshalb müssen jetzt die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen gesetzt und Hindernisse endlich aus dem Weg geräumt werden, um den Ausbau der inländischen erneuerbaren Energien deutlich schneller als bisher voranzutreiben. 

1 Milliarde Franken pro Monat fliessen ins Ausland
Die Schweiz hat sich mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens zum Handeln verpflichtet. Für die Schweizer Wirtschaft ist es wichtig gegenüber der internationalen Gemeinschaft als verlässlicher Partner zu gelten. Auch deshalb gilt es jetzt, rasch wirksame Klimamassnahmen zu treffen. Zudem sind die wirtschaftlichen Vorteile hoch: Die Schweiz gibt monatlich rund 1 Milliarde Franken für den Import fossiler Energien aus. Wenn wir Fahrzeuge und Wärmesysteme mit Strom aus einheimischen erneuerbaren Energien betreiben, bleibt das Geld im Land. Und die Effizienz steigt um einen Faktor 4!

Text: Suisse Eole

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1 Kommentare

Max Blatter

"Alternative Massnahmen", ja – aber auch eine im Laufe des Jahres 2022 abstimmungsreife Neuauflage des CO2-Gesetzes: Die Schweizer Politik muss endlich mal Tempo und Effizienz an den Tag legen!

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