Reisseck II plus soll als Kavernenkraftwerk errichtet und als Ergänzung des 2016 in Betrieb genommenen Kraftwerks Reisseck II den Höhenunterschied zwischen den beiden Mühldorfer Seen am Reissecker Seenplateau nutzen. ©Bild: Verbund

Verbund: Errichtet am Reissecker Seenplateau das Pumpspeicherkraftwerk Reisseck II plus als Kavernenkraftwerk

(ee-news.ch) Baustart am Reissecker-Seenplateau in Kärnten: Am 18. Juni wurde der Stollenanschlag für das Pumpspeicherkraftwerk Reisseck II plus vorgenommen. Durch die Modernisierung und Erweiterung der Kärntner Kraftwerksgruppe Malta-Reisseck will Verbund dafür sorgen, dass auch künftig die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien bedarfsgerecht zwischengespeichert werden kann.


Reisseck II plus soll als Kavernenkraftwerk vollständig im Inneren des Berges errichtet und als Ergänzung des 2016 in Betrieb genommenen Kraftwerks Reisseck II den Höhenunterschied zwischen den beiden Mühldorfer Seen am Reissecker Seenplateau nutzen. Zwei moderne Pumpturbinen mit einer Leistung von insgesamt 45 Megawatt können bei Stromüberschuss erneuerbare Energie speichern und bei Strommangel in Strom rückverwandeln. Mit dem Stollenanschlag wurden jetzt die Bauarbeiten im Berg aufgenommen.

Turbinenleistung von mehr als 1500 Megawatt
Parallel zum Bauprojekt Reisseck II plus will Verbund in der gesamten Kraftwerksgruppe Malta-Reisseck umfassende Modernisierungsmassnahmen umsetzen: „Aktuell werden die jeweils 40 Jahre alten Pumpturbinen im Kraftwerk Malta-Oberstufe und Pumpen im Kraftwerk Malta-Hauptstufe erneuert, und das mehr als 60 Jahre alte Pumpwerk Hattelberg wird durch eine moderne Pumpe im Krafthaus Kolbnitz ersetzt“, erläutert Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH. Gemeinsam mit der für Ende 2023 geplanten Inbetriebnahme des Kavernenkraftwerks Reisseck II plus soll die gesamte Kraftwerksgruppe Malta-Reisseck eine Turbinenleistung von mehr als 1500 Megawatt aufweisen. Mit den Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Erweiterung könne die ‚grüne Batterie‘ in Kärnten künftig schneller und leistungsstärker Flexibilität für das Stromsystem zur Verfügung stellen und das ohne neue Dämme und vollkommen unterirdisch, schreibt Verbund in einer Pressemitteilung.

Text: ee-news.ch, Quelle: Verbund AG

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