Der Milchviehbetrieb Torre Santamaría wird stündlich 300 Normkubikmeter Biomethan ins Erdgasnetz einspeisen. Bild: Weltec Biopower

Weltec Biopower: Katalonische Familien-Milchviehbetrieb wird stündlich 300 Normkubikmeter Biomethan ins Erdgasnetz einspeisen

(PM) Weltec Biopower baut aktuell gemeinsam mit Projektpartnern eine Biomethananlage für den spanischen Milchviehbetrieb Torre Santamaría. Seit der Inbetriebnahme der ersten 250-Kilowatt-Biogasanlage im Jahr 2011 kann sich das katalonische Familienunternehmen auf Basis eigener Reststoffe komplett mit Energie versorgen. Damit war die Farm aus Vallfogona de Balaguer der erste Milchproduzent im Land, der jegliche anfallende Reststoffe zur Energiegewinnung nutzt.


Die Investition für die neue Biomethananlage liegt bei über vier Millionen Euro, wobei ein Viertel der Summe in die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur und Biogasanlage fliesst. Diesen Betrag kann Kataloniens zweitgrösster Milchproduzent nicht zuletzt deshalb tätigen, weil der Biomethanverkauf bereits frühzeitig vertraglich abgesichert wurde. Das grüne Gas wird über einen Energiedienstleister als klimafreundlicher Treibstoff vermarktet. „Wir sehen diese Anlage als Umweltinvestition. Denn damit können wir unsere eigenen Treibhausgasemissionen fast auf Null reduzieren und zudem mit dem Biomethan zusätzliche Einnahmen erzielen“, bilanziert Juan Bautista Pons Torrades, der Geschäftsführer und Eigentümer von Torre Santamaría.

Jährlich 22 Millionen Liter Milch
Neben ihrem Pioniergeist bei Umweltthemen ist die Kuhfarm aus der Provinz Lleida auch in anderen Bereichen Vorreiter. So war Torre Santamaría bereits Pionier bei der Einführung der leicht verdaulichen A2-Milch. Und als erster Milchviehbetrieb wurden die Katalanen im Jahr 2019 für ihren praktizierten Tierschutz von der Lactalis-Gruppe zertifiziert. Der Molkereikonzern Lactalis bezieht von Torre Santamaría jährlich 22 Millionen Liter Milch und verkauft sie unter verschiedenen Marken.

2300 Milchkühe und 2100 Kälber
„Für die Produktion dieser Menge halten wir auf 14.2 Hektar Betriebsfläche 2300 Milchkühe und 2100 Kälber“, führt Juan Bautista Pons Torrades aus. Dabei fallen am Standort etwa 60‘000 Tonnen Inputstoffe für die Biogasproduktion an. Die Substratstruktur besteht zu rund 90 Prozent aus Rindergülle. Einstreumaterial aus gemahlenem Stroh, das sogenannte Bedding, sowie Silagereste kommen ebenfalls in die Fermenter. Für die vollständige Vergärung der Inputstoffe errichtet Weltec derzeit zwei zusätzliche Edelstahlfermenter. Sie messen jeweils 6.30 Meter in der Höhe und 26.87 Meter im Durchmesser und fassen 3573 Kubikmeter. „Nach der Aufbereitung des darin erzeugten Biogases speist Torre Santamaría stündlich 300 Normkubikmeter Biomethan ins Erdgasnetz ein“, berichtet Mark Kornweibel, der spanische Vertriebspartner von Weltec Biopower.

Strom-, Wärme- sowie Warmwasserbedarf selber decken
Laut Kornweibel wird das bestehende 250-Kilowatt-BHKW trotz der Umstellung auf Biomethanproduktion weiter betrieben. Damit kann die Farm den eigenen Strom-, Wärme- sowie Warmwasserbedarf bestreiten. Und so wird Torre Santamaría auch nach der Fertigstellung der neuen Anlage im Sommer 2021 seinen Energiebedarf mit eigenen Rohstoffen bedienen können. Überdies können die Katalanen durch den Anlagenbetrieb ihre Corporate Social Responsibility stärken und eine Balance zwischen Umwelt, Soziales, Wirtschaft sowie der Versorgungsicherheit von Lebensmitteln und Energie halten.

Text: Weltec Biopower

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1 Kommentare

Max Blatter

Zu denken, dass mein älterer Sohn und seine Freundin sich seit kurzem für eine vegane Ernährung entschieden haben ... was habe ich nur falsch gemacht :-(

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