Ausstieg vom fossilen Verbrennungsmotor – Wirtschaftliche und politische Zielvorgaben in Europa. Bild: Power2Drive

Power2Drive Europe Restart 2021: Das Ende des fossilen Verbrenners – viele Autohersteller sind bereit

(Anzeige) Mit dem Gesetzespaket „Fit für 55“ hat die EU das Ende der Verbrenner ausgerufen: Ab 2035 sollen alle in Europa neu zugelassenen Fahrzeuge emissionsfrei sein. Viele Autohersteller haben ihre Strategien bereits danach ausgerichtet. Der Siegeszug der Elektromobilität ist ein wichtiger Schritt für die umweltfreundliche Mobilität und sichert mit ihren sektorübergreifenden Innovationen den Wirtschaftsstandort Deutschland. So treiben E-Fahrzeuge neue Mobilitätskonzepte voran und stellen als flexibler Zwischenspeicher grüner Energie (Vehicle2Grid) einen gesellschaftlichen Mehrwert dar. Die Neue Energie- und Mobilitätswelt vernetzt sich. Jetzt auch wieder vor Ort: Die Fachmesse Power2Drive Europe Restart 2021 präsentiert vom 6. bis 8. Oktober in München Ladelösungen, batterieelektrische Fahrzeuge sowie die intelligente Integration der Elektromobilität in ein erneuerbares Energiesystem.


Die EU-Kommission hat mit dem Gesetzespaket „Fit für 55“ den Ausstieg vom fossilen Verbrennungsmotor beschlossen. Jetzt sind die Autobauer gefordert. Nach dem Plan der EU-Kommission müssen die jährlichen Emissionen neuer Fahrzeuge ab 2030 um 55 Prozent niedriger sein als 2021. Für 2035 liegt die Quote sogar bei 100 Prozent im Vergleich zu 2021 – damit wären alle Neufahrzeuge ab 2035 emissionsfrei.

Viele europäische Länder verfolgen den Ausstieg konsequent
„Ein klares Auslaufdatum schafft bei Industrie und Verbrauchern Klarheit über den bevorstehenden Übergang und stellt sicher, dass die EU bei der weltweiten Markteinführung von Elektrofahrzeugen an der Spitze bleibt“, sagt Philippe Vangeel, Generalsekretär von AVERE und Träger der Power2Drive Europe. Der europäischen Elektromobilitätsverband will sich in Brüssel weiter dafür einsetzen, das Ausstiegsdatum auf 2030 vorzuziehen.

Damit ist AVERE nicht allein: Einige europäische Länder verfolgen ambitioniertere Ziele als die EU. So sollen in Norwegen schon ab 2025 nur noch emissionsfreie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft werden. In den Niederlanden müssen neue Busse ab 2025 emissionsfrei sein, ebenso wie neue Pkw ab 2030, berichtet das International Council on Clean Transportation (ICCT): Dänemark, Island, Irland und Schweden haben sich laut ICCT dazu verpflichtet, den Verkauf oder die Zulassung neuer Verbrenner-Pkw im Jahr 2030 zu beenden. Großbritannien hat ein Verkaufsverbot klassischer Diesel- und Benziner-Pkw für 2030 angekündigt. Bei Ländern ohne bisheriges Ausstiegsdatum wie Deutschland oder mit weit in die Zukunft gerichteten Zielen, wie Spanien mit 2040, ist ein Umdenken gefragt.

Autohersteller wollen den raschen Umstieg und signalisieren: Sie sind bereit
Die meisten Autohersteller haben ihre Unternehmensstrategien angepasst und bereits selbst den Abschied vom klassischen Verbrennungsmotor angekündigt (siehe Grafik). So nennt Volkswagen 2035 als spätestes Ausstiegsdatum, Fiat und Ford wollen spätestens 2030 so weit sein. Mercedes-Benz hat kürzlich angekündigt, bis 2030 „überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen“, nur noch batterieelektrische Automobile anzubieten. Opel will in Europa schon 2028 zur reinen E-Marke werden. Die Liste lässt sich fortsetzen: Bei Volvo (2030), Jaguar (2025) und Mini (2031) steht ebenfalls schon ein Verfallsdatum auf den Verbrennern. Die Branche ist es also, die vorausgeht und den Ländern und ihren Regierungen mit dem jeweiligen Ausstiegsdatum Orientierung bietet. Andere Autohersteller setzen von vornherein auf E-Autos, allen voran Tesla, aber auch Polestar (Joint-Venture von Volvo und Geely) und etliche neue Hersteller. Und dabei profitiert die Wirtschaft auch von weiteren Symbiosen, denn sektorübergreifenden Innovationen zur umweltfreundlichen Mobilität, neue Mobilitätskonzepte und die Einbindung der E-Fahrzeuge als mobile Batteriespeicher ins nachhaltige Energiesystem (Vehicle2Grid) stellen für sie, wie auch für die Nutzer und Gesellschaft einen Mehrwert dar.

Branche vernetzt sich auf Power2Drive Europe Restart 2021
Wissensaustausch, Produktinnovationen und Networking sowie Orientierung auf dem dynamischen Markt der Elektromobilität bietet die Power2Drive Europe Restart 2021 vom 6. bis 8. Oktober in München. Die Fachmesse präsentiert Ladelösungen, Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen – hier treffen Hersteller, Lieferanten, Installateure, Flotten- und Energiemanager, Händler und Start-ups auf potenzielle Neukunden und knüpfen neue Geschäftskontakte. Darüber hinaus spiegelt sie die intelligente Einbindung der Elektromobilität in ein erneuerbares Energiesystem wider, denn sie findet im Rahmen der Innovationsplattform The smarter E Europe gemeinsam mit den Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe und EM-Power Europe statt. The smarter E Europe steht für intelligent vernetzte Konzepte und Lösungen zur effizienten Erzeugung und Nutzung von Energie. Im Fokus stehen die Möglichkeiten, um mit erneuerbarer Energie sowie durch Dezentralisierung und Digitalisierung die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr intelligent zu verbinden.

Bereits am 24. August 2021 steht das innovative Zusammenspiel von E-Mobilität, Energiemanagement und Photovoltaik im Mittelpunkt des Power2Drive-Webinars „Sustainable and smart: Innovations for electric car charging management“, unterstützt von der Webasto Group. Der belgischer Hersteller Smappee und The Mobility House aus Deutschland – Finalisten in der Kategorie „Smart Renewable Energy“ des The smarter E AWARD 2021 – stellen ihre innovativen Lade-Management-Systeme für E-Autos vor.

Anmeldung und weitere Informationen >>

Was Flottenmanager und Dienstwagen Nutzer rechtlich beim Laden im privaten Haushalt beachtet sollten, wird am 7. September 2021 unter anderem durch unseren Träger, den Bundesverband eMobilität erläutert werden.

Text: Power2Drive Europe / The Smarter E

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