Vom 11.-13. Mai präsentieren etablierte Akteure sowie Start-ups und junge Unternehmen der neuen Energiewelt in München ihre innovativen Ideen und Technologien für intelligentes Energiemanagement und vernetzte Energielösungen. ©Bild: Solar Promotion

EM-Power Europe 2022: Ideenschmieden - Start-Ups treiben die Digitalisierung des Energiesystems voran

(Anzeige) Um die Versorgung mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien in Zukunft zu sichern, müssen die einzelnen Sektoren des Energiesystems intelligent miteinander verzahnt werden – von der Erzeugung über die Speicherung und Verteilung bis zur Nutzung von Energie. Möglich wird dieses Zusammenspiel durch die Digitalisierung, die unter anderem Start-ups in unterschiedlichen Energiebereichen anschieben. Spannende Einblicke in neue Technologien und Konzepte liefert die internationale Fachmesse EM-Power Europe: Vom 11. bis 13. Mai 2022 präsentieren etablierte Akteure sowie Start-ups und junge Unternehmen der neuen Energiewelt in München ihre innovativen Ideen und Technologien für intelligentes Energiemanagement und vernetzte Energielösungen. (Texte en français >>)


Die Energiewirtschaft arbeitet auf Hochtouren, damit die Klimaziele und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen in greifbare Zukunft rücken. Es setzt sich immer mehr der Konsens durch: Die Energiewirtschaft von morgen ist erneuerbare, dezentral und digital. Voraussetzung dafür ist, dass die Digitalisierung und die Vernetzung des Energiesystems weiter voranschreiten und in verschiedenen Bereichen angegangen werden. Dazu zählen etwa die Überwachung von Energieanlagen und Netzen oder Anwendungen, die dabei helfen, dezentrale Anlagen zu vernetzen oder Strom lokal zu teilen. Auch die Weiterentwicklung von Energiemanagementsystemen, die gesammelte Energiedaten auswerten und Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen, steht auf der Agenda vieler Start-ups und junger Unternehmen, die die Energiewende im Blick haben und mitgestalten wollen. Mit ihren Lösungen sprechen sie verschiedene Energieakteure an – vom Endverbraucher bis zum Netzbetreiber.

Heizkosten sparen mit digitalen Messgeräten
Ein wichtiger Bereich, für den etwa der Hard- und Software-Anbieter SigmaHeat neue Lösungen entwickelt, ist die Energieversorgung von Gebäuden. Etwa 35 Prozent des deutschen Energieverbrauchs fallen laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) auf diesen Sektor – 76 Prozent davon sind Raumwärme. „Nachdem der Gebäudesektor auch 2021 seine Klimaziele nicht erreicht hat, besteht großer Handlungsbedarf, Heizenergie zu sparen“, sagt Maik Brinkmann, CEO von SigmaHeat. Die Ziele des Hannoveraner Start-ups: Vermieter und Eigentümer sparen mithilfe neuartiger Messgeräte CO2-Emissionen und -Steuern sowie Heizkosten. Die Geräte erfassen den Zustand und den Verbrauch der Heizungsanlage im Gebäude, die Nutzer einfach über eine App und ein Web-Dashboard verwalten können. Die ermittelten Anlagenparameter liefern Anhaltspunkte, wie sich Heizkosten senken lassen.

Intelligentes Lastmanagement fördert E-Mobilität
Mit selbst erzeugtem Solarstrom das Klima schonen und gleichzeitig Energiekosten senken – dieser Trend setzt sich bei Hausbesitzern, in der Immobilienwirtschaft und bei Unternehmen fort. Oft wird die eigene Photovoltaik-Anlage mit intelligenten Ladesäulen für das E-Auto oder Elektrofuhrparks kombiniert. Digitale Lösungen helfen dabei, die Energieflüsse optimal zu steuern und das Stromnetz nicht zu überlasten. Das baden-württembergische Start-up Smart-Red bietet beispielsweise Hard- und Software für E-Mobilität, Energiemanagement und Mieterstrom an. Geschäftsführer Fabian Trinkler: „Unsere Anwendungen optimieren im Hintergrund automatisiert den Eigenverbrauch, vermeiden Lastspitzen, erstellen Mieterstromabrechnung und helfen bei der Verwaltung sowie Abrechnung von Elektroladestationen.“

Software-as-a-Service für die dezentrale Stromversorgung
Auch die lokale Nutzung von dezentral erzeugtem Strom entlastet die Netze. Sie bedeutet weniger Netzausbau und wird damit zur Bedingung für eine bezahlbare Energiewende. Gelingen kann die lokale Nutzung mithilfe von Energiegemeinschaften, in denen selbst erzeugter Strom in einem Quartier „geteilt“, also untereinander verkauft wird. Exnaton, ein Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, stellt für diesen Zweck eine Software-as-a-Service-Plattform zur Verfügung, die Energieflüsse zwischen Mitgliedern der Energiegemeinschaft berechnet und tarifiert. Die flexible Energy Sharing Plattform, die auf Algorithmen basiert und mit einer App kommt, holt alle mit ins Boot – Haushalte, Kommunen, Energielieferanten und -dienstleister sowie Netzbetreiber. Somit kann jede/r einen Beitrag dazu leisten, die Energieversorgung dezentral zu lösen und den Energiesektor nachhaltiger und effizienter zu gestalten.

Datendrehscheibe vernetzt Messdaten
Mit der steigenden Zahl an dezentralen Energieanlagen wächst die Notwendigkeit, die Anlagen miteinander zu vernetzen. Ziel des Anfang 2021 gegründeten Start-ups Streamergy ist es, eine Datendrehscheibe für erneuerbare Energieanlagen zu entwickeln: Die Plattform ist zwischen der Datenerfassung vor Ort und den Anwenderportalen angesiedelt. In Echtzeit macht die cloudbasierte Lösung alle Stamm- und Messdaten von Anlagen zugänglich, damit diese in Portallösungen flexibel genutzt werden können. „Unsere Plattform vernetzt erneuerbare Energieanlagen mit Portalanwendungen, und zwar unabhängig von Systemlösungen oder Anwendungszweck“, sagt Stefan Rensberg, Co-Gründer von Streamergy. „Unser Ziel ist es, Ökostrom maximal ertragreich zu erzeugen und den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern. Denn egal, ob Photovoltaik-Anlagen, Floating-Systeme, Batteriespeicher oder Ladesäulen – nur durch die Vernetzung der Messdaten mit Applikationen lässt sich ihr Potenzial voll ausschöpfen.“

Digitale Lösungen überwachen Netze
Eine weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende: Die Stromnetze von morgen müssen stabil sein. Aktuell nimmt ihre Belastung zu – auch aufgrund der schwer kalkulierbaren Erzeugung von erneuerbarem Strom und der Elektrifizierung des Verkehrs und des Wärmesektors. Digitale Technologien werden künftig dabei helfen, Netze zu überwachen und die Stromversorgung zu gewährleisten. Die Überwachungs- und Automatisierungslösung des Schweizer Start-ups Zaphiro etwa unterstützt Energieversorger dabei, mehr saubere Energietechnologien in die Stromnetze zu integrieren und gleichzeitig eine hohe Servicequalität für ihre Kunden aufrechtzuerhalten. Die Softwaremodule von „SynchroGuard“ überwachen Messdaten etwa zum Spannungs- und Leistungsfluss im Netz und wandeln diese in aussagekräftige Informationen um, die den Energieversorgern helfen, die Effizienz, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit des Netzes zu überwachen und zu verbessern und so die Gesamtsystemkosten zu senken.

Start-ups auf der EM-Power Europe 2022
Intelligentes Energiemanagement, die Integration der Erneuerbaren ins Stromnetz und die Gewährleistung der Netzstabilität sind der Schlüssel für das Gelingen der Energiewende. Neue digitale Lösungen, Technologien und Produkte zeigen Start-ups, junge Unternehmen sowie etablierte Firmen auf der diesjährigen EM-Power Europe, vom 11. bis 13. Mai 2022 auf der Messe München: Die vorgestellten Start-ups finden Interessierte bei dem Gemeinschaftsstand Start-ups@The smarter E Europe oder dem Gemeinschaftsstand „Innovation made in Germany“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Halle B5 sowie an ihren Ständen. Zudem stellen die Teilnehmer des Start-up Gemeinschaftsstandes sich und ihre Produkte, Lösungen und Geschäftsmodelle in kurzen, 10-minütigen Präsentationen auf der Start-up Stage vor.

Schwerpunkt der diesjährigen EM-Power Europe ist das Thema „Smart Grids“. Dieses Thema steht auch – neben der Integration erneuerbarer Energie sowie Netzinfrastruktur und -systemdienstleistungen – auf der EM-Power Europe Conference im Fokus. Die Teilnehmer der internationalen Fachmesse für intelligentes Energiemanagement und vernetzte Energielösungen präsentieren technologische Lösungen und Services auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Die Energiefachmesse ist Teil der Innovationsplattform The smarter E Europe, die für die Dezentralisierung, Digitalisierung und Sektorkopplung steht und sich für eine zukunftsträchtige und nachhaltige Versorgung mit erneuerbarer Energie stark macht.

Die EM-Power Europe sowie die Parallelveranstaltungen Intersolar Europe, ees Europe und Power2Drive Europe finden vom 11. bis 13. Mai 2022 im Rahmen der Innovationsplattform The smarter E Europe auf der Messe München statt.

Text: EM-Power Europe

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