Die Projektpartner unterzeichnen die Absichtserklärung in Wunsiedel. ©Bild: Siemens

Siemens: Plant einen der leistungsstärksten Batteriespeicher Europas in Bayern

(ee-news.ch) Siemens Smart Infrastructure und das Unternehmen Zukunftsenergie Nordostbayern (Zenob) unterzeichneten eine Absichtserklärung zur schlüsselfertigen Errichtung eines Batteriespeichers mit einer Leistung von 100 Megawatt in Wunsiedel. Die Anlage mit einer Speicherkapazität von 200 Megawattstunden soll zur Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energie beitragen und Bedarfsspitzen im Stromnetz abdecken. Der 5000 Quadratmeter grosse Stromspeicher kann rechnerisch 20‘000 Durchschnittshaushalte mit Strom versorgen.


Der Lithium-Ionen-Batteriespeicher soll vom Hersteller Fluence geliefert werden, einem Joint Venture von Siemens und AES. Siemens übernimmt die Projektleitung inklusive eines technischen Umsetzungskonzepts sowie den Bau einer Mittelspannungsschaltanlage und die Hochspannungsnetzanbindung. Des Weiteren sieht die Absichtserklärung unter anderem vor, ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten.

Speichern statt abregeln
In dem geplanten Speichersystem können grosse Mengen grünen Stroms ein- und ausgespeichert werden, die somit nicht mehr abgeregelt werden müssen. Denn teure, lastbedingte Spitzenlasten lassen sich vermeiden, weil sie sich über den Speicher abfedern lassen. Für den Netzbetreiber verspricht die Lösung eine wesentliche Entlastung. Denn das Ein- und Ausschalten der grossen Industrieanlagen im Netzgebiet braucht sehr viel Strom, wofür der Netzbetreiber bisher erhebliche Reserven vorhalten musste.

In Wunsiedel startete Siemens vor kurzem auch mit dem Bau eines der grössten Wasserstoffprojekte Deutschlands (siehe ee-news.ch vom 26.7.2021 >>). Die Wasserstofferzeugungsanlage mit einer Anschlussleistung von 8.75 Megawatt soll pro Jahr bis zu 1350 Tonnen des Gases ausschliesslich mit regenerativer Energie, zum Beispiel aus Photovoltaik oder Windkraft, herstellen. Dieser grüne Wasserstoff soll in Verkehr und Industrie eingesetzt werden, dadurch könnten jährlich bis zu 13‘500 Tonnen CO2 vermieden werden.

Text: ee-news.ch, Quelle: Siemens AG

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