Mit dem Verfahren Tipcheck (Technical Insulation Performance Check) sollen die Energieeffizienz deutlich gesteigert sowie Zeit, Kosten und Ressourcen gespart werden. ©Bild: Bilfinger

Bilfinger: Mit dem Tipcheck-Verfahren Energieeffizienz von Industrieanlagen überprüfen und verbessern

(ee-news.ch) Im Schweizer Industriesektor wurden im Jahr 2017 mehr als drei Viertel des Energieverbrauchs für Prozesswärme (55.5 Prozent) sowie Antriebe und Prozesse (23.6 Prozent) aufgewendet. Insgesamt summierte sich der industrielle Verbrauch in diesen beiden Bereichen auf 125 Petajoule (PJ). Dabei bietet gerade der Industriesektor ein gewaltiges Einsparpotenzial durch eine vergleichsweise einfache Massnahme: die bessere thermische Isolierung von Bauteilen.


Eine Studie der European Industrial Insulation Foundation (EiiF) zeigt, dass das jährliche wirtschaftliche Einsparpotenzial industrieller Dämmungen in der Schweiz zirka fünf Petajoule beträgt, sprich: 1’389 Gigawattstunden (GWh) oder auch 400’000 Tonnen CO2. Dies entspricht den CO2-Emissionen von 230’000 Mittelklassewagen mit einer Jahreslaufleistung von jeweils 12’500 Kilometern.

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen
Energiesparen wird zu einem immer wichtigeren Faktor für die unternehmenseigene Ökobilanz: Die EU-Richtlinie 2014/95/EU >> verpflichtet Firmen im EU-Raum mit mehr als 500 Mitarbeitern bereits jetzt, im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) über ihre sozialen und ökologischen Ziele zu berichten – das betrifft auch Schweizer Unternehmen, die innerhalb der EU tätig sind. Die Reduktion des eigenen CO2-Abdrucks durch Energieeinsparungen bildet dabei einen wichtigen Baustein innerhalb der jeweiligen Nachhaltigkeitsstrategie.

Genutzt werden die Möglichkeiten zur Verbesserung der Energie- und Umweltbilanz laut Bilfinger Industrial Services Schweiz bislang erst von wenigen Unternehmen. Gesetzliche Vorgaben zur verbindlichen Reduktion des Energieverbrauchs fehlten; ebenso oftmals das Wissen darum, welche Einsparungen in der jeweiligen Anlage möglich und wirtschaftlich sinnvoll seien. Hier setze Bilfinger mit seiner Expertise in den Bereichen Energieaudit und industrielle Isolierung an.

Erster Schritt: Tipcheck
Fehlerhafte Prozesse und Missstände bei der thermischen Isolierung von Industrieanlagen führen vielfach zu Effizienzeinbussen und belasten das betriebliche Kosten-Nutzen-Verhältnis. Um Industrieunternehmen gezielt bei der Prozessoptimierung zu unterstützen, nutzt Bilfinger das Verfahren Tipcheck (Technical Insulation Performance Check). Damit sollen die Energieeffizienz deutlich gesteigert sowie Zeit, Kosten und Ressourcen gespart werden. Je nach Bauteil sei eine Kostenreduktion von mehr als 90 Prozent realisierbar, so Bilfinger.

„Die bisherigen Resultate von Tipcheck sprechen eine deutliche Sprache: Bei den geprüften 180 Werken wurde ein Kosteneinsparpotenzial von mindestens 26.6 Mio. CHF ermittelt – bei einer Armotisationsdauer fälliger Investitionen von ein bis zwei Jahren», erklärt Andreas Gürtler, EiiF European Industrial Insulation Foundation. Sven Ewert, Technischer Niederlassungsleiter Isoliertechnik bei Bilfinger, ergänzt: «Drei von vier Industriekunden, die ein Tipcheck-Audit in Auftrag gegeben haben, haben den Empfehlungen des Berichts bereits zugestimmt oder planen, in naher Zukunft in die Dämmung zu investieren.»

Lösungspaket aus einer Hand
Bilfinger deckt mit seinem Leistungsportfolio den Gesamtkomplex Isolierung vom Energieaudit bis zur Planung geeigneter Einsparmassnahmen ab, die im Tipcheck-Verfahren zusammengefasst sind. Darüber hinaus bietet sich das Unternehmen durch sein Know-how im Rohrleitungs- und Anlagenbau als Partner für die anschliessende praktische Umsetzung an. Die Branchenexpertise des Industriedienstleisters umfasst sowohl Chemie und Petrochemie, Pharmaindustrie, Kraftwerke und Energieerzeugung, Aluminium- und Stahlindustrie als auch Nahrungsmittelindustrie, Papierindustrie sowie Maschinen- und Anlagenbau.

Text: ee-news.ch, Quelle: Bilfinger Industrial Services Schweiz

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