BP Statistical Review of World Energy 2020: Energiewende lässt weiter auf sich warten - Verbrauch von Erdöl, Erdgas, und Kohle steigt weiter, wenn auch abgeschwächt

(JJ) Die Nutzung und die Verschleuderung umweltschädlicher fossiler Ressourcen hat weiterhin zugenommen. Erneuerbare Energien verzeichneten zwar die höchsten prozentualen Zuwachsraten, ihr Anteil am Gesamtverbrauch ist aber immer noch sehr niedrig. Deshalb steigt auch der CO2-Eintrag in die Atmosphäre weiter an. Dies zeigen die vom Energiekonzern BP kürzlich publizierten Weltenergiezahlen 2019. Deine Analyse von Josef Jenni, Inhaber von Jenni Energietechnik.

ENSI-Rat: Atomaufsicht darf sich keine Interessenskonflikte leisten

(SES) Martin Zimmermann ist gestern als ENSI-Rat-Präsident zurückgetreten. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst diesen Entscheid (ee-news.ch 25.6. >>). Die jüngst bekanntgewordene Vergangenheit Zimmermanns in verschiedenen Atomlobby-Verbänden hätte die Glaubwürdigkeit des ENSI stark beeinträchtigt. «Wir können uns in der Schweiz, wo wir den ältesten Atomkraftwerkspark der Welt betreiben, keine Interessenskonflikte in der Atomaufsicht leisten», kommentiert SES-Geschäftsleiter Nils Epprecht.

BEE: Post-EEG-Anlagen bieten grosses Potenzial für grünen Wasserstoff

(PM) Simone Peter, die Präsidentin des deutschen Bundesverbands Erneuerbare Energie, kommentiert die Nationale Wasserstoffstrategie der deutschen Bundesregierung: „Dass die Grosse Koalition in ihrer lange erwarteten Wasserstoffstrategie vornehmlich auf grünen Wasserstoff setzt, ist ein guter Schritt für die Energiewende. Anstatt im grossen Stil über Wasserstoffimporte nachzudenken, sollte jetzt zuerst das sichtbar vorhandene Potenzial auf dem heimischen Markt erschlossen und der Markthochlauf für Elektrolyse-Technologien gestartet werden.

Alliance climatique suisse : Loi sur le CO2 - de petits pas dans une crise climatique majeure

(CP) Le Conseil national a dans sa majorité - à l’exception de l’UDC – largement confirmé la loi sur le CO2 dans le sens de la version du Conseil des Etats (ee-news.ch 11.6.20 >>). Mais pour l'Alliance climatique suisse, une chose est claire : avec cette loi, la Suisse est très en retard par rapport à ce que l'Accord de Paris sur le climat et les conclusions scientifiques exigent depuis des années. (Text auf Deutsch >>)

Klima-Allianz Schweiz: CO2-Gesetz - kleine Schritte in grosser Klimakrise

(PM) SVP allein im Abseits: Der Nationalrat hat das CO2-Gesetz weitgehend entlang der Ständeratsversion bestätigt (siehe ee-news.ch vom 11.6.20). Für die Klima-Allianz Schweiz ist jedoch klar: Mit dem Entwurf bleibt die Schweiz weit hinter dem zurück, was das Pariser Klimaabkommen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse seit Jahren verlangen. (Texte en français >>)

Greenpeace Energy-Wasserstoffexperte Marcel Keiffenheim: "Die deutsche Bundesregierung setzt mit blauem Wasserstoff auf eine klimaschädliche Scheinlösung"

(MK) Die deutsche Bundesregierung will in ihrer „Nationalen Wasserstoffstrategie“, die heute vom Kabinett verabschiedet wurde, die Nutzung von angeblich klimaneutralem „blauen Wasserstoff“ im großen Stil ermöglichen. Klimafreundlich ist aber nur grüner Wasserstoff, den Elektrolyseure mithilfe von erneuerbaren Energien produzieren. Es kommentiert Greenpeace Energy-Wasserstoffexperte Marcel Keiffenheim:

Transition énergétique : 1.5 % des fonds reviennent à l’éolien, 50 % au photovoltaïque et 3 % à l’efficacité énergétique

(Suisse Eole) Dans son communiqué entièrement repris par la presse dans l'Arc Jurassien, Paysage libre fustige le gaspillage des fonds publics pour l’éolien. Pourtant, seulement 1.5 % de ces fonds reviennent à l’éolien, 50 % au photovoltaïque et 3 % à l’efficacité énergétique. Le reste soutient la biomasse, les usines d’incinération, ainsi que la petite, la moyenne et la grande hydraulique. Grâce à un mix intelligent de ces technologies, nous pouvons couvrir nos besoins en électricité de façon autonome et locale, sans émissions de CO2. (Text auf Deutsch >>)

ETHZ Zukunftsblog: Die Coronakrise fürs Klima nutzen - Disruption punktuell walten lassen

(©JM) Anstatt den notwendigen Strukturwandel hinauszuzögern, sollten wir die staatlichen Hilfsprogramme für einen nachhaltigen Neustart der Wirtschaft nutzen, argumentiert Jochen Markard. Weltweit schnüren Staaten milliardenschwere Hilfspakete, um Betriebe und Arbeitsplätze zu sichern. Die Schweiz stützt die Swiss. Deutschland plant ein Hilfsprogramm für die Autoindustrie, und die USA und Kanada wollen ihre Öl- und Gasindustrie retten. Dabei bleibt der Klimaschutz oft aussen vor.

Deutschland: Coronakrise senkt Stromverbrauch nur kurzfristig – Ökostromlücke von 100 TWh bis 2030 durch schnelleren Ausbau Erneuerbarer vermeiden

(BEE) .„Bedingt durch die Coronakrise sinken der industrielle Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen in Deutschland. Diese kurzfristigen Effekte dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Energiebedarf mittel- und langfristig deutlich steigen wird. Um einerseits wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits die Klimaziele zu erfüllen, müssen Industrieunternehmen, die Wärmeversorgung und der Verkehrssektor klimafreundlich modernisiert und die Sektorenkopplung vorangebracht werden.

Klage gegen den Bau der Anschlussleitung für Nord Stream 2: Behörden haben Notwendigkeit der Mega-Pipeline nicht geprüft, Baustopp gefordert

(DUH) Am Donnerstag, den 12. März 2020, verhandelt das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg über eine Klage gegen die Erdgas-Pipeline Eugal, die landseitige Anbindung der umstrittenen Erdgasleitung Nord Stream 2. Die Klage gegen Eugal führt der Berliner Journalist Malte Heynen, Eigentümer eines Ackers in Brandenburg, durch den die Pipeline verlegt werden soll, mit Hilfe des Umwelt-Rechtsanwalts Thorsten Deppner aus Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unterstützt die Klage mit Recherchen, gefördert wird sie von ClientEarth.

IEA: Drastischer Einbruch der globalen Erdölförderung in den kommenden fünf Jahren

(©HJ Fell) Die Internationale Energie Agentur (IEA) warnt in ihrem neuen World Energy Outlook 2018 (WEO 2018) vor einer dramatischen Unterversorgung der weltweiten Erdölversorgung. Nicht erst in Jahrzehnten – nein, bereits in den kommenden fünf Jahren soll diese eintreten! Dies ist deshalb besonders bedeutsam, weil die IEA bisher immer die Frage nach dem Maximum der globalen Förderung – dem Peak Oil – ignoriert hat und die Botschaft setzte, dass es auch weiterhin keine Engpässe in der Ölversorgung gäbe.

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