In seinem Aktionsplan für nachhaltigen Wasserstoff hat der australische Bundesstaat Tasmanien beschlossen, die Wasserstoff-Energieindustrie finanziell zu fördern.

Exportinitiative Energie: Australischer Bundesstaat Tasmanien setzt auf Power-to-Gas-Technik

(©EE) Der australische Bundesstaat Tasmanien will die Wasserstoff-Energieindustrie fördern und die Region zu einem bedeutenden Standort der Wasserstoffproduktion ausbauen. Dafür investiert die tasmanische Regierung unter anderem in den Bau einer Power-to-Gas-Anlage, die bis zum Jahr 2024 fertiggestellt werden soll. Für Unternehmen aus der Wasserstoff-Branche wird der Bundesstaat dadurch interessanter, weil sich neue Geschäftschancen eröffnen.


Im Zuge der neuen Förderung hat die Regierung 20 Millionen australische Dollar (11 Millionen Euro) für zinsgünstige Darlehen an Wasserstoffprojekte eingeplant. Die Kredite sind mit weicheren Rückzahlungsmodalitäten als herkömmliche Bankkredite ausgestattet. Weitere 20 Millionen Dollar (11 Millionen Euro) fliessen in den Renewable Hydrogen Fund. Der Fonds vergibt beispielsweise Zuschüsse für Machbarkeitsstudien an Unternehmen. Unterstützende Massnahmen werden mit weiteren 10 Millionen australischen Dollar (5.5 Millionen Euro) finanziert. In den kommenden Wochen können Firmen bei der Regierung ihr Interesse an der Förderung bekunden.


Potenzieller Standort Bell Bay
Als potenziellen Standort der Wasserstoffindustrie hat Tasmanien das Industriezentrum Bell Bay im Norden des Bundesstaates und die Stadt Burnie im Nordwesten identifiziert. „Bell Bay ist gut geeignet, eine 100-MW-Anlage zu beherbergen“, zitiert der Nachrichtensender ABC News Greg Kieser, Bürgermeister der nahgelegenen Stadt George Town. „Es gibt genug Möglichkeiten, noch weiter zu expandieren, wenn die nationale und internationale Nachfrage wie prognostiziert steigt.“

©Text: Exportinitiative Energie

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