Die bayrischen Photovoltaik-Anlagen weisen eine Nennleistung von etwa 14‘500 MW auf. Einige Tausend Megawatt davon werden von Privatpersonen betrieben. Damit tragen sie eine grosse Verantwortung für die Stromversorgung in ganz Bayern.

VBEW: Baut neue Informationsplattform für Prosumer auf

(PM) Allein in Bayern sind mittlerweile über 600‘000 Photovoltaik-Anlagen an das Stromnetz angeschlossen und damit Teil des komplexen Strommarktes geworden. Diese Anlagen werden häufig von Privatpersonen aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen betrieben, die ansonsten mit der Energiewirtschaft kaum Berührungspunkte haben. Die bürokratischen und technischen Anforderungen an diese Anlagenbetreiber wachsen aber stetig, der Bedarf an seriösen Informationen und auch an neutraler Beratung wird daher immer grösser.


Der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (VBEW) baut derzeit eine internetgestützte Informationsplattform für private Stromeinspeiser, die sogenannten Prosumer. „Es wird eine der grössten Herausforderungen der Energiewende werden, eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen den Profis aus der Energiewirtschaft und den an der Energiewende aktiv beteiligten Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten“, sagt Detlef Fischer, VBEW-Geschäftsführer.

Verantwortung für die Stromversorgung in ganz Bayern
Die in Bayern betriebenen Photovoltaik-Anlagen weisen eine Nennleistung von etwa 14‘500 Megawatt (MW) auf. Das ist die Leistung von 10 grossen Atomkraftwerken, wenn die Sonne um die Mittagszeit von einem wolkenlosen bayerischen Himmel scheint. Einige Tausend Megawatt davon werden von Privatpersonen betrieben. Damit trägt diese Personengruppe in Summe auch eine grosse Verantwortung für die Stromversorgung in ganz Bayern - ohne sich dessen bewusst zu sein.

Antworten auf Fragen
Mittlerweile wachsen die Anlagen so langsam aus dem Förderzeitraum von 20 Jahren nach dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hinaus und müssen den produzierten Strom auf dem Markt verkaufen. Die Anlagen kommen auch unabhängig davon so langsam in die Jahre und müssen häufiger gewartet werden. Neu- und Altanlagen werden mit sogenannten “Intelligenten Messsystemen“ ausgestattet, damit die eingespeiste Strommenge für den Strommarkt anforderungsgerecht bilanziert werden kann. Immer komplexere Anlagenkonfigurationen mit Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladeeinrichtungen für Elektroautos müssen über ein Energiemanagementsystem möglichst netzdienlich verbunden werden. Und letztendlich muss die verkaufte Strommenge auch noch versteuert werden. Dabei entstehen Fragen über Fragen, die viele Anlagenbetreiber ratlos dastehen lassen und daher ein an sich sinnvolles Projekt auf die lange Bank schieben.

Der VBEW hat sich entschieden, speziell für die privaten Anlagenbetreiber eine kostenlose Informationsplattform für die wichtigsten Themen rund um den Betrieb einer Stromerzeugungsanlage aufzubauen. Eine erste Version ist bereits im Internetauftritt des VBEW verfügbar. „Wenn wir über kurz oder lang die privaten Anlagenbetreiber als Akteure der Energiewende nicht verlieren wollen, müssen wir unabhängig von all den staatlichen Förderprogrammen diesen Personenkreis sachkundiger machen und dafür anbieterneutrale Informationen bereitstellen“, sagt Detlef Fischer, VBEW-Geschäftsführer.

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Text: VBEW

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