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29. Jun 2016

Der Jahresbericht ist online und das Energie-Vorbild Bund sucht nun weitere Akteure aus dem Umfeld des Bundes und interessierte öffentliche und private Organisationen oder Unternehmen, die ihre Energieeffizienz verbessern möchten.

BFE: Energie sparen – der Bund macht vor, was möglich ist

(©TR) Bis Ende 2015 haben die zivile Bundesverwaltung, das VBS, der ETH-Bereich und die bundesnahen Unternehmen Post, SBB, Skyguide und Swisscom ihre Energieeffizienz gegenüber dem Basisjahr 2006 im Durchschnitt um 26.7 % gesteigert. Sie stellen damit ihre Vorbildrolle unter Beweis, die sie 2014 in einer gemeinsamen Absichtserklärung übernommen hatten.


Die zivile Bundesverwaltung, das VBS, die bundesnahen Unternehmen sowie der ETH-Bereich sind zusammen für rund 2% des schweizerischen Gesamtenergieverbrauchs verantwortlich. Das entspricht rund 1,5-mal der Energieproduktion des Kernkraftwerks Mühleberg. Entsprechend gross ist folglich auch ihre Verantwortung, ihre Energieeffizienz zu steigern. Dass sie dazu bereit sind, haben sie mit der Gründung der Gruppe «Energie-Vorbild Bund» und der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung im November 2014 manifestiert. Der Absichtserklärung zufolge streben sie an, ausgehend vom Basisjahr 2006 ihre Energieeffizienz bis 2020 um 25% zu steigern. Dazu wurden 39 gemeinsame Massnahmen definiert, die bis 2020 zu 80% umzusetzen sind. Hinzu kommen bis zu 15 spezifische Massnahmen pro Akteur.

Drei Aktionsbereiche
Im Aktionsbereich Gebäude und erneuerbare Energien geht es um Energieeffizienz bei Neu- und Umbauten, die Beschaffung von Ökostrom und Strom aus Wasserkraft oder die Schaffung von Ökofonds. Im Aktionsbereich Mobilität geht es um effiziente Fahrzeuge wie die Gasfahrzeuge der Post, die Förderung von Home-Office oder den Besuch von Eco-Drive-Schulungen durch Vielfahrer. Und im Aktionsbereich Rechenzentren und Green IT des Energie-Vorbilds Bund wurden weitere gemeinsame Massnahmen definiert.

Ende 2015 waren die Massnahmen zu 67% umgesetzt
Bis Ende 2015 haben die beteiligten Organisationen und Unternehmen ihre Energieeffizienz im Durchschnitt um 26.7 % gesteigert. Damit ist das Effizienz-Ziel für 2020 bereits übertroffen. Zurücklehnen können sie sich dennoch nicht. Denn ohne weitere Anstrengungen ist nicht garantiert, dass dieser Wert auch im Folgejahr erreicht wird oder gar noch gesteigert werden kann. Zudem waren auch die 39 Massnahmen Ende 2015 erst zu 67 % umgesetzt. Auch hier gibt es also noch viel zu tun. Der Anteil der erneuerbaren Energien lag Ende 2015 bei 59 %.

Die Highlights des Energie-Vorbild Bund 2015

  • Skyguide: CO2-Emissionen reduzieren: Bisher erfolgte die Wartung der automatischen Landesysteme auf den grossen Schweizer Flugplätzen durch Kalibrierungsflüge aus verschiedenen Höhen und Winkeln. Das ist kostspielig und verursacht Treibhausgasemissionen und Lärm in Randzeiten des Flughafenbetriebs. Die Zahl dieser Kalibrierungsflüge kann durch Drohnen, die mit Messinstrumenten ausgerüstet sind, bis 2020 um einen Drittel und ab 2023 um 60% reduziert werden.
  • SBB: Kundinnen und Kunden helfen beim Energiesparen: Die SBB ist Eigentümerin von 272 Rolltreppen mit einem Gesamtenergieverbrauch von 5 GWh pro Jahr. Verschiedene Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs wurden bereits umgesetzt. Aktuell wird die Möglichkeit der Rekuperation geprüft: Fährt die Rolltreppe mit Personen nach unten, wird der Motor zum Generator und speist Energie ins Netz zurück.
  • Die Post: Alternative Antriebe in der Flotte der Post: Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien stehen seit Jahren bei der Post im Fokus. Die Umstellung der Rollerflotte in der Briefzustellung wird dieses Jahr abgeschlossen. Beständig werden Tests zum Einsatz anderer Kategorien und neuer Modelle durchgeführt.

Weitere Beispiele aus dem Jahresbericht 2015
Nicht zuletzt weil Energieforschung und Projektentwicklung in die nationale Energiestrategie eingebettet werden sollen, wurde die Medienkonferenz zum entsprechenden Jahresbericht 2015 an der Empa in Dübendorf abgehalten. Er trägt den Titel «Energie-Vorbild Bund – so setzen der Bund und die bundesnahen Unternehmen ihre Vorbildfunktion im Energiebereich um». Erörtert wurde, was nebst den genannten drei «Paradebeispielen Skyguide, SBB und Post» sonst noch erreicht wurde, nämlich:

  • Swisscom: Energieeffizienz bei Gebäuden
  • Energetische Sanierung: Am Beispiel der Mehrzweckhalle Emmen auf Minergie-Standard
  • Gebäudesanierung: Reduktion Wärmeverbrauch in Gebäuden der Bundesverwaltung
  • ETH-Bereich: Engagement des ETH-Bereichs für Pilotprojekte.

Weiterhin gross bleibt indessen die Herausforderung, die gemeinsamen und spezifischen Massnahmen konsequent umzusetzen. Dazu gehört auch die weitere Erhöhung der Anteile erneuerbarer Energien. «Ich bin sehr stolz auf die bisher erzielten Resultate, aber auch auf und die ehrgeizigen Ziele. Sie zeigen, dass der in der Energiestrategie 2050 vorgesehene kontinuierliche Umbau unserer Energieversorgung und unseres Energiekonsums möglich und realistisch ist», so Walter Steinmann, Direktor Bundesamt für Energie BFE. Angesichts der vorliegenden Ergebnisse von «Energie-Vorbild Bund» sei er zuversichtlich, dass das gute Beispiel bei vielen anderen Unternehmen ausserhalb von Bundesverwaltung und bundesnahen Betrieben keine «annoyance» sondern eine grosse «motivation» zum Mitmachen auslösen werde.

«Werkzeugkoffer» steht zur Verfügung
Energie-Vorbild Bund sucht nun weitere Akteure aus dem Umfeld des Bundes und interessierte öffentliche und private Organisationen oder Unternehmen, die ihre Energieeffizienz verbessern möchten. Interessierte öffentliche und private Organisationen oder Unternehmen werden eingeladen, einzelne Massnahmen zu übernehmen. Als Hilfsmittel stellt ihnen das BFE neu ein «Werkzeugkoffer» zur Verfügung, der laufend ausgebaut wird. Er zeigt anhand von Beispielen und Tools, wie die Akteure konkret vorgehen.

©Text: Toni Rütti, Redaktor ee-news.ch, Quelle: BFE

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